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Ich
funktionierte wieder, fast so zuverlässig wie immer. – Bloß nicht
länger schwächeln als unbedingt nötig, die Zähne zusammenbeißen
wie gewohnt …
Aber die äußeren Unbilden waren nicht mehr die wirkliche Herausforderung.
Mehr und mehr ging es um eine andere Ebene. Ich nahm wahr, was um
mich und mit mir geschah, wurde davon aber nicht wirklich berührt.
Es fühlte sich an, als wäre ich in meiner Mitte angekommen. Das
Wichtigste waren meine Gedanken und die Leere, meine Gefühle und
mein Abseitsstehen.
Die Herausforderungen hören nicht auf.
In der Nacht war ich vor Kälte zitternd aufgewacht, meine Nase tropft
und ich friere beim Aufstehen bis auf die Knochen. Dennoch freue
ich mich auf diesen Tag – besonders auf diesen, weil ich gespannt
auf das Cruz de Ferro bin – das mystische Symbol des Jakobswegs
schlechthin für mich. Paolo Coelho hat diesen Platz sehr geheimnisvoll
beschrieben und meine Neugier geweckt; in einigen Stunden werde
ich dort sein. Aber erst mal muss ich aufstehen und mich auftauen,
meinen Körper auf normale Temperatur aufheizen. Zum Glück gibt's
heißes Wasser und ich brühe mich ab, bis der Dampf im Duschraum
so dicht ist wie der Nebel draußen und ich mich weich und wohlig
fühle; spüle Heimweh und Selbstmitleid in den Abfluss, bin wieder
die Löwin – mit kleinen Behinderungen – bereit zu neuen Abenteuern!
Das erste wartet schon: Zwanzig Schritte durch die Kälte, um in
die warme Küche hinüber zu kommen, wo der nette Hospitalero zum
erstklassigen Frühstück mit Unmengen Tee Geschichten erzählt, während
er mich bedient. weiterlesen
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